Gut geschlafen und gutes Frühstück. Ausgezeichnetes Frühstück.

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9:00 Abfahrt. Gogo und Toni zum Strand. Andi und Klaus zur letzten Roadbookaufgabe: Orangenpflücken. Es geht im Convoi ins Hinterland. Der Weg wird steiler. Keine Orangen. Keine Aufgabe. Einfach die Aussicht genießen. Das OK-Team zeigt uns immer wieder sehr schöne Plätze, die man als Pauschaltrourist wahrscheinlich niemals sehen würde.

20160520_110148Die Teilnehmer spielen wieder Gummi und fahr mir rein – das ist super. Wir können dem nichts abgewinnen – unsere Autos sind uns zu heilig. Außerdem sollen sie ja noch einen guten Ertrag bringen.

Andi und Klaus fahren auch zum Strand. Orangenpflücken ist die Roadbookstreber, die die Rallye unter allen Umständen gewinnen wollen. Wir wollen leben.

20160520_141008Am Strand auch ein Schildkrötenhospital. Von Schiffschrauben und anderen Verletzungen geplagte Schildkröten werden hier wieder ausgepeppelt. Amerikansche Studenten machen hier ihre Praktika. Interessante Informationen.

Keine Badesachen dabei. Kein Problem. Wir haben den gesamten Strand für uns. Gogo und Toni haben eine Schnorchelausrüstung. Schnorcheln und sich treiben lassen. Sandspielen.

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Urlaub. Ein Snack und ein gutes Ayran in der Strandbar. Warum haben wir das nicht eigentlich gleich von Anfang an gemacht? Wie blöd muss man sein, mit einem Auto 21 Tage lang jeweils 10 Stunden durch die Türkei zu fahren und das als Urlaub zu bezeichnen? Geile Show. Wir haben es gemacht. Sonnen und Baden kann jeder. Raus aus der Komfortzone – rein ins Leben. Wir haben es getan. Können wir eigentlich wieder so einen ganz normalen All-Inclusive Urlaub machen?

Hehe – wir hatten ja viel mehr als All-Inclusive! Wir hatten All-Around-The-Clock-Rock’n-Roll Urlaub. Geistig wahnsinnige.

In der Vorbereitung hat uns ein Türke, den wir wegen einem Hilfsprojekt kontaktiert hatten als Alkoholproblematiker bezeichnet. Warum macht ihr das hat er gefragt? Weil wir es können. Und weil wir so verrückt sind, das auch durchzuziehen. Nicht Qua qua qua – sondern tun. Wir fangen dort an, wo andere aufhören. Wir hatten viel Glück und auch doppelten Boden. Gogo’s präzise Vorbereitung und Koordination hat den Trip ja fast schon zu langweilig gemacht. Aber es war genau richtig so.

Wiederholungstäter? Keine Ahnung. Können wir zu diesem Zeitpunkt nicht sagen. Wenn ja, dann nicht mehr die gleiche Strecke – aber die gleiche Botschaft und auch den Weg und die Hilfe als Ziel – da sind wir uns einig.

Chillen. Zurückfahren. Autos ausräumen. Packen. Auspacken. Ballast abwerfen. Packen. Von vertrauten Dingen trennen. Bei der Abfahrt haben die Dinge nicht viel Platz gebraucht. Jetzt schon. 20 kg Gepäck + Handgepäck ist nicht viel. Hektik. Fertig. Abnabelung von den Autos. Leichter Trennungsschmerz.

19:00 Siegerehrung.
Jedes Team hat ein Musikinstrument bekommen – von einem anderen Team. Jetzt spielen wir Highway to hell und Bruder Jakob – jeder hat sein eigenes Tempo und seine eigene Tonart. Wir wissen nicht, welches Lied wir zuerst gespielt haben. Ausgelassene Stimmung. Spannung.

20160520_195936Das Siegerkamel wird präsentiert. Wau. Groß und schön und auch arm. Mitten im Rummel. Wir wollen es nicht gewinnen – was täten wir damit.

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75 Teams. Wir belegen den 4.Platz. Eine Sensation. Wilfried Gehr  – der OK Chef kann unseren Namen noch immer nicht aussprechen: hooooefn fon. Gewinner sind No Camel no cry. Schweizer. Die haben das Roadbook wieder mal mit schweizerischer Präzision erledigt. 100 Punkte und keine Schuh- und Kaffeeflecken im Roadbook. Gratulation. Sie wollen das Kamel mit in die Schweiz nehmen. Könnte spannend werden.

Heute Sprengtag. Sprengteam auf meine Kommando: Feiern.
Essen in einem Geheimtipplokal. Ausgezeichnet.

Klaus bestellt Fisch. Der Kellner bringt Sea Food. Klaus fragt ist das Fisch? Ja. Klaus beginnt zu essen. Fisch wird serviert. Klaus gibt den Sea Food an den anderen Gast am Nebentisch weiter – hab e erst 2 Bissen gegessen.

Livemusik im Gastgarten. Klaus schnappt sich die Gitarre – nach Absprache mit den Musikern auf türkisch. Der Höffn Song wird vom Höffn Foan Team performt. So und jetzt alle – auch die türkischen Gäste. Keiner singt mit. Die anderen Teams sind begeistert. Haben wir zumindest zu empfunden.

Mitternacht. Lokalwechsel. Disco. Gogo und Andi ziehen einen Schagaga vor. Toni und Klaus vergessen heute die Welt und die Vernunft. Klaus ist DJ und Nebelshowmaster – Toni der Stangentänzer. Die Jungen sind beeindruckt – wie kann man in dem Alter noch so unkontrolliert abrocken. Ja das geht noch. Andi und Gogo beobachten von der Ferne. Sie brauchen das nicht mehr – oder haben das vielleicht auch nie gebraucht. So unterschiedlich sind die Teamansichten. Auch Fremdschämen ist nach 3 gemeinsamen Wochen kein Thema mehr.

Toni und Klaus lernen am Nachhauseweg noch die ganze Stadt kennen. Dort ist das Hotel. Nein dort. Poolbad. Schlafen. Gottseidank hat sich der Flug zum wiederholten Male verschoben.

Morgen Abflug in Dalyan erst um 11:25. Das sind dann doch noch einige Stunden Schlaf.

2 Responses to Urlaub, Feiern und Sieger – Tag 21, 0 km, Gesamt: 8231
  1. Freue mich auf ein gemeinsames Bier und viele lustigen Geschichten

  2. Hallo ihr Lieben. Nach jeden Blogg seid ihr Alle mehr zu Familienmitglieder geworden. Es war mit eurem Bericht über eure großartige erlebnisreiche Reise auch für uns ein Erlebnis. Eure Emotionen und das Leben von Euch miteinander haben sich bei euren Abenteuern lesen wieder gespiegelt und wir konnten sich mit euch freuen, fühlen aber auch leiden. Nun ist es vorbei und das Nach Hause kommen erfüllt eure Herzen und das ist gut so denn Dahoam ist Dahoam.
    Alles Gute und Danke für die tollen Berichte!!!!!!
    Renate (Schwiegertiger von Klaus)


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