20160519_100454Die Reise ist zu Ende. Wir sind angekommen. Geistig ist jetzt alles erledigt. Wir sind am Mittelmeer und haben noch ca. 50 km bis zum letzten Camp in Dalyan. Das fühlt sich ungefähr so an wie das Auslaufen und Dehnen nach einem langen Lauf. Keine Hektik mehr. Kein Drängen. Blicke aufs Meer. Wellen und offenes Feuer kann man endlos lang anschauen. Baden im Meer. Sonnentrocknen. Blicke auf den Weg zurück. Was wann wo wie warum?

20160519_110032Wir können es nicht glauben, dass der Beginn in Oberstaufen erst 3 Wochen her ist. Unglaubliche Sprachlosigkeit. 8230 km. 7 Länder. Freundliche Menschen. Hilfsprojekte. Schöne Städte. Heruntergekommene Gegenden. Unkomplizierte Hilfe. 3 Hilfsprojekte. Dankbarkeit. Strahlende Kinderaugen. Stabile Autos. Genügsamkeit. Gutes Team. Gutes Gefühl. Was kommt jetzt daheim? Alltag? Was nehmen wir mit? Was können wir mitgeben?

Frühstück. Es gibt Gulasch mit Bier. Männliches Frühstück. Nicht alle sind begeistert. Toni und Klaus auf jeden Fall.

Fahrzeuge umräumen und abwaschen. Es hat sich alles eingespielt. Hetz mich nicht. Heute sicher nicht.

20160519_11090011:00. Aufbruch. Wir verlassen den Platz und auch unsere Rallyefreunde die Vrwäga. Es war auch bereits in der Früh wider lustig mit Ihnen. Wir vererben Ihnen den mobilen Klostuhl. Fleißiges Treiben in Akyaka, wo wir heute am Ortsrand genächtigt haben. Das ganze Dorf wird umgebaut. Ruppige Straßen und staubige Luft. In einem Jahr wäre hier ein idealer Urlaub zu verbringen.

Landstraße mit üppiger wunderschöner Vegatation. Die Langsamkeit hat uns erreicht.

Dalyan. Die AOR Beschilderung führt uns hinauf in die Berge. Wir drehen um – war vielleicht wieder ein Scherz des OK-Teams, die oft Pfeile in verschiedene Richtungen aufgestellt haben.

Wir finden den Platz direkt im Ort.

 

 

Finish.

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Wir sind eines der ersten Teams, weil wir gestern bereits ans Mittelmeer gefahren sind.

Hotelsuche. Andi hat uns bereits von Zuhause aus ein Hotel ausgesucht. Super. Sauber. Nett. Zentral. Danke Andi. Gut gemacht.

Toni zelebriert eine Gebetsstunde. Dann gleich noch eine. Andi am Pool schreibt einen Blog. Gogo und Klaus gehen auf ein zwei Bier.

Am Abend Essen, Bier trinken, Erfahrungen mit anderen Teams austauschen. Mitternacht. Schlafen. Noch nicht ganz. Balkongulasch bei Toni und Andi.

Gute Gespräche über die unterschiedlichen Sichtweisen und Selbsteinschätzungen. Zum Beispiel: Wer redet am meisten. Wir sind uns alle einig und können es nicht glauben, wie jeder jeden einschätzt. Und vor allem, wie jeder sich selber sieht. Es ist sehr erstaunlich und auch witzig. An dieser Stelle wird natürlich nicht verraten, wer wen wie wo was – das bleibt unser Geheimnis. Aber nur so viel – der den alle vermuten, der ist es nicht.

Wir verstehen uns nach 21 Tagen noch immer hervorragend. Das ist nicht bei allen Teams so. Einige trennten sich bereits auf der Anreise nach Istanbul in den ersten 4 Tagen. Andere wechselten die Teams. Sehr viele hatten technische Probleme und mussten die Rallye abbrechen.

Andi ist unser Kommunikationsprofi – er kennt die meisten Teams und deren Probleme. 2 Teams hatten im Versicherungsniemandsland Georgien einen Autounfall. Ein Team nicht selbst verschuldet – trotzdem hat die Polizei eine eindeutige Schuld festgestellt. Einigung über 230 Euro. Das andere Team, das den Unfall selbst verschuldet hat, musste das Auto in Georgien lassen. Sie flogen von Tiflis heim. Keine Ahnung wie das weitergegangen ist.

Wir lachen und sind entspannt. Es ist schön, dass wir hier nach 21 Tagen noch immer gemeinsam sitzen. Wir kennen unsere Schwächen und unsere Stärken. Wir wissen was jeder gerne macht und was nicht. Und wir kennen auch die Tempi jedes einzelnen.

Der Tag wird als der 2 Gulaschtag in’s Rallyetagebuch eingetragen. Danke Toni. Gut gekocht.

 

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