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Wir 4 bei der alten Taxim.

Toni und Andi sind um 7:00 wach. Sightseeing ist angesagt. Und auch eine kleine Aufgabe aus dem Roadbook: Ein Bild der Taxim – einer alten Bim direkt beim Galataturm.

Die beiden schnappen sich die moderne BIM und fahren ins Zentrum. Andi ist das erste Mal in der Stadt. 20160503_103752Toni als Reiseführer ist eine Sensation. Blaue Moschee und Hagia Sofia. Für die Hagia Sofia buchen sie einen türkischen Reiseführer. Der Reiseführer hat dabei sehr viel gelernt. Toni weiß wirklich sehr viel über die Geschichte der Stadt und des Landes und der Menschen. Er bekam vom Reiseführer 20 Dinar als Trinkgeld  :-)

Danach genießen sie in einem typischen Kaffeehaus das urtümliche Ambiente dieser wirklich interessanten orientalischen Stadt. Toni lässt sich die Zukunft aus dem Kaffeesatz vorhersagen. Er musste der Kellnerin zuerst erklären was sie da jetzt genau tun muss. Dann hat sie ihm erklärt wie man das genau macht. Man muss die Tasse umdrehen, ein paar Minuten warten bis alles gekühlt ist. Tasse hochheben und einfach die Zukunft darin lesen. Tonis Zukunft: Die Kellnerin konnte den Kaffeesatz nicht deuten. Toni las darin seine positive Zukunft.

Andi war beindruckt, wie belesen Toni ist. Hat Toni eventuell sein gesamtes Wissen aus Kaffeesätzen?

20160503_123218Gogo und Klaus sind bereits am Weg. Die beiden haben ein Taxi genommen. Kein Taxometer. Der Fahrer schreibt während der Fahrt verschiedene Zahlen auf einen Schein. Kein Problem in dieser Stadt während der Fahrt zu schreiben. Wird das die Taxirechnung?

Und da hat es sich zum ersten Mal bezahlt gemacht, dass Klaus der Streber Türkisch Unterricht genommen hat. Die Zahlen kommen aus dem Radio. Dört. Bier. Iki. Aldi Yeti. Es sind die Lottozahlen gibt Ihnen der Taxifahrer nach ihren ratlosen Blicken als Erklärung.

20160504_131640Treffpunkt 11:00 Galatabrücke. Rauf auf den Galataturm. Der Turm liegt auf dem Galataberg. Für den Kreislauf eine Herausforderung. „Bitte nicht so schnell. Und bitte kane deppadn Mödungen.“

Sensationeller Blick über Istanbul. Entschädigt für die Strapazen der Bergtour. Klaus’s Handy fällt ihm beim Einstecken aus der Hand, unter dem Geländer durch und bleibt aber noch auf so einer Turmschräge liegen. Dem Himmel sei Dank. Der Selfieking ohne Handy  – das wäre ein Urlaubstotalschaden.

Wir ziehen durch die Stadt. Es gibt noch sehr viele Zünfteviertel. Wir durchwandern eine komplette Musikstraße. Geile Instrumente. Von orientalischen Lauten bis zu altmodernen Stratocaster. Toni überlegt sich eine zu kaufen.

20160503_134250Hinunter zum Fischmarkt. Gogo, Toni und Andi essen jeweils 2 Fischburger – nur Klaus lässt aus. Er kämpft und beschließt ins Camp zurückzugehen. Dem süßen Blick von Andi kann er aber nicht wiederstehen. OK. Noch eine kleine Bootsfahrt – aber dann ab und nach Hause.

Wir besteigen das Boot. Klaus muss dringend. Und dringend ist jetzt. Premiere: Stehklo bei auslaufendem Boot mit entsprechendem Seegang. „Steigen sie zu! Steigen sie ein. Das macht Spaß. Das ist toll.“ Kein Klopapier. Es gibt eine schöne Hand und eine andere.

Wir legen ab. Es ist saukalt und windig. Vorbei an Topkapi Richtung 1. Bosporus Brücke. Sowohl auf der europäischen als auch auf der asiatischen Seite gewaltige Paläste, Moscheen, das Besiktas Stadium, Regierungsgebäude.

Die Bosporus-Brücke. Eine monumentales Erlebnis. Es verbindet 2 Stadteile. Es verbindet 2 Kontinente. Es verbindet Menschen. Wir werden mit unserer Reise auch diese Brücke befahren – und ein klein wenig Völker verbinden.

Festung Europa. Eine alte wirklich gigantische Burgruine auf der europäischen Seite ist Zeugnis heiß umkämpfter Zeiten. Leider hat sich daran nichts geändert. Wir verteidigen mit allen Mittels alles was eigentlich keinem gehört: Ein Stück Erde, das der Mensch in Grenzen eingeteilt hat. Aus Angst, der andere könnte einem etwas wegnehmen, was einem zusteht. Aber wem gehört wirklich etwas auf dieser Erde?

3 Höffnfoara sehen noch eine 2. Bosporusbrücke. Klaus sleeping mode.

Nach 1.5 Stunden wird wieder angelegt. Klaus wieder fit. Ab geht’s noch zum Grand Bazar. Einem der größten Basare der Welt. Unglaublich was sich hier abspielt.

Wir brauchen noch: Einen Spray für die Drachenchallenge, einen Kopieshop für die Ausdrucke einzelner Aufgaben.

Wir finden nichts mehr davon. Aber wir finden freundliche Menschen. Nicht aufdringlich sondern einfach Ihrem Job nachgehend. Sie wollen Geschäfte machen.

Gogo und Andi bestimmen das Tempo. Klaus bleibt mit Toni bei einem Süßigkeitenshop hängen. Er und Toni werden auf einen Tschai eingeladen. Der Verkäufer kann gut Deutsch. Er hat auch einmal in Deutschland gearbeitet. Auch wieder da.

Andi und Gogo kommen verzweifelt im Shop vorbei. „Abmelden wäre nicht schlecht gewesen. Wir haben Euch gesucht“.

20160504_164636Auch sie bekommen einen Tschai. Klaus und Toni kaufen ein – Türkische Spezialitäten und Gewürze. Best Price and Quality for our Präsident!

18:04 Wir machen uns auch den Weg ins Camp. Ist ja nicht weit. Wir treffen ein anderes Team die gerade den Hamam genossen haben. Ein türkisches Baderitual. Ein Mischung aus Sauna, Dampfbad, Massage und Waschung. Kann ja nach 4 Tagen nicht schaden.

13179404_1598164713834239_4290268625510779324_nEine Wohltat für Geist und Seele und Geruch. Da fühlt man sich wie frisch gewaschen. Hoffentlich werden die Dreckwuzel das Kanalsystem von Istanbul nicht verstopfen.

20:15 Wir verlassen die Zeitkapsel wieder.

Abmarsch Richtung Camp. Jetzt ist es wirklich nicht mehr weit. Gogo: „Muss gleich da unten sein.“ Wir haben aber nicht mit der Baustelle gerechnet. Es gibt nur ca. jeden Kilometer einen Durchgang zum Camp. Na servas. Wird doch noch länger werden. Links oder Rechts? Wir fragen einen Einheimischen. Er meint links ist kürzer. Wir gehen rechts. Die Verständigung ist nicht so einfach.

 

OLYMPUS DIGITAL CAMERA21:00 Ankunft im Camp.

Andi: Klaus wo ist der Schlüssel?

Klaus: Den habe ich nicht. Hast du.

Andi: Den habe ich dir in der Früh gegeben und du hast gesagt Danke.

Klaus hat keine Ahnung mehr von gar nichts. Scheiße. Schlüsselsuche. Er wird in Klaus’s Bettliegehandradius gefunden. War ja nicht so schwer.

 

Radlshuttle – das Geschäft rennt. Anfang ziemlich belächelt vom Team sind nun alle froh, dass Klaus das Fahrrad mitgenommen hat. Zur Toilette sind es immerhin ca. 200 m. Das Rad steht für alle Teams zur Verfügung. Es wird gerne genutzt.

Unsere österreichischen Freunde aus Vorarlberg sind nach sehr vielen technischen Pannen auch angekommen. A wirklich verwegene Gruppe: VRWÄGA

Das muss gefeiert werden und ausdiskutiert werden.

22:00 Wir brauchen für morgen noch einen selbstgebastelten Drachen. Natürlich kein Standard. Wir verdrachen unsere Logoform mit einem Müllsack. Gogo und Toni sind nicht zu bremsen. Klaus schaut sehr skeptisch aber mischt sich nicht ein. Zu viele Köche verderben den Brei. Er outet sich vorerst nicht als Drachenbauprofi. Mit seinen 2 Jungs hat er sehr sehr viele Drachen gebaut, repariert und auch schnurentwickelt. Gogo und Toni sind noch immer nicht zu bremsen. Klaus schaut noch skeptischer. Aber jedem seine Freiheiten. Die ersten Versuche sind nicht sehr erfolgreich.

Während der Basteleien gesellt sich ein Mitglied eines anderen Teams dazu. Ohne Hallo und so. Er schnitzt plötzlich mit unserem Werkzeug an einer Schablone seines Teams. Wir fragen ihn was das wird. Er outet sich als Taubstummer und fuchtelt nur herum – na ja er kann ja auch nicht reden. Alles sehr komisch. Doch wir sind vom Drachenbauen sehr eingenommen reagieren nicht auf diese Zeichen.

Wir gehen wieder zum Drachenstartplatz. Test Nummer 8. Kein Erfolg.

Wir kommen zurück. Gogo bemerkt, dass sein Handy mit der Powerbank weg ist. Scheiße. Wir suchen alle. Andi räumt die beiden Autos fast komplett aus. Nichts. Der Verdacht verhärtet sich. Schnitzer. Taubstumm. Wir kontaktieren das Team für das er das Logo geschnitzt hat. Sie wissen von nichts und von niemandem. Es wird zur Gewissheit. Wozu braucht ein Taubstummer ein Handy. Wir hätten sensibler reagieren sollen. Wir werden gemeinsam eine Lösung finden.

00:15 Toni und Andi gehen ins Bett. Gogo und Klaus denken noch nach. Das Handy. Scheiße. Der Frust muss hinuntergespült werden. Wir sitzen uns zum Team Vrwäga und werden auch noch verwegen.

1:34 Toni muss auf‘s Klo und kommt auch noch vorbei. Sitz die her daun samma mehr. Ein Stamperl fürs Wamperl geht immer. Die Vrwwäga Luki und Börni lachen. Hahaha. Heeee. Super.

Wir gehen ins Bett. Heute war ein starker Tag. Morgen wird ein starker Tag. Stark diese Reise.